Mit dem Autozug zur Snowkite European Championship

Mit dem Auto zum Reschensee – und das im Winter! Vor allem aus dem Norden und Westen Deutschlands ein Hammerritt! Schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nerven.

Endlose Fahrten zum Teil über nächtliche Autobahnen, Staus, Glatteis, Schneeverwehungen, gesperrte Pässe – es gibt vieles, was einem die Fahrt zur Snowkite Weltmeisterschaft in Reschen vermiesen könnte. Aber man muss es nicht dazu kommen lassen. Der Autozug der Deutschen Bahn bietet die entspannte und umweltbewusste Alternative zur langen Autofahrt.

Von Hamburg, Hildesheim, Düsseldorf und Berlin fährt der Zug regelmäßig nach Innsbruck und auch wieder zurück. Die Reise beginnt jeweils abends mit der Auffahrt auf den Zug. Nachdem das eigene Auto sicher geparkt und fest verzurrt ist, geht´s los in Richtung Alpen. Die Nacht verbringt man entweder im bequemen Schlafwagenabteil mit unterschiedlicher Ausstattung (Waschgelegenheit oder eigene Dusche und WC) oder im Liegewagenabteil, das vor allem für Gruppen mit bis zu fünf Personen bestens geeignet ist. Abends gibt´s noch ein Bierchen und danach wird gelesen, Video geguckt oder geschlafen. Am nächsten Morgen erreicht der Zug Innsbruck. Von hier sind es nur noch rund 120 Kilometer über Autobahn und gut ausgebaute Straßen bis zum Reschensee. Knapp zwei Stunden nach dem Aufstehen kann man schon über den zugefrorenen und tief verschneiten See kiten.

Die Reise mit dem Autozug ist aber nicht nur entspannter und sicherer als Autofahren. Sie ist vor allem auch umweltbewusster. Durchschnittlich 132.2 kg CO2 stößt ein Mittelklassewagen auf der Fahrt von Hamburg nach Innsbruck (rund 950 km) aus. Durch volle Beladung des Wagens und größeren Windwiderstand durch eine Dachbox kann das noch deutlich mehr werden. Der Autozug hat bei der Fahrt von Hamburg nach Innsbruck einen CO2-Ausstoss von 42,75 kg, rund 68 Prozent weniger als die Fahrt mit dem Auto. Die CO2-Einspaarung bei einem mit 80 Wagen voll beladenen Autozug beträgt somit rund 6.150 Tonnen. Und auf dem Rückweg spart der Autozug noch einmal soviel – also insgesamt rund 12 Tonnen!

Übrigens, auch im Sommer steuert der Autozug der Deutschen Bahn  interessante Kitereviere an. Von Hamburg, Hildesheim, Düsseldorf und Frankfurt/Neu-Isenburg fährt der Autozug unter anderem ins südfranzösische Narbonne, das nur eine halbe Autostunde vom Kitesurf-Paradies Leucate entfernt liegt. Einen ganz besonderen Spot erreicht man über die Autozug-Terminals in Bozen oder Verona, den Gardasee. Und auch die endlosen Fahrten nach Sardinien oder Korsika werden dank des nicht weit vom Fährhafen Genua gelegenen Autozug-Terminals in Alessandria deutlich angenehmer.

Weitere Infos zum Autozug im Netz unter www.bahn.de/autozug!