Ein bisschen wie Klassenfahrt - Mit dem Autozug der Deutschen Bahn von Hamburg Richtung Reschensee

Ein Teil der Organ-Crew ist am Reschensee angekommen, um letzte Vorbereitungen für die diesjährige Snowkite-Championsship zu treffen. Und weil sie die Nacht bequem im Autozug durch geratzt haben, konnten alle auch gleich richtig reinhauen. Soweit zumindest der Plan...

Einsteigen in Hamburg, schlafen im Autozug und am nächsten Morgen ausgeruht ankommen in München. Das klingt nach einer ziemlich chilligen Art zu Reisen. Mit den Autos sollte es dann von München die letzten 200 Kilometer in einem Rutsch und ohne Zwischenhalt zum Reschensee gehen. Statt mehr als sieben Stunden im Auto sitzen, insgesamt nur knapp drei Stunden Autofahrt durch die herrliche Winterlandschaft der Alpen - das klingt nach einer genialen Idee.

 

Soweit vorweg: am Anfang hat alles super geklappt. Die Autos passten in Hamburg auf den Zug. Das Abteil war zwar klein aber doch größer als gedacht. Und als es sich erst einmal alle in ihren Klappkojen bequem gemacht hatten, konnte der gemütliche Teil des Abends beginnen. Das Schöne am Zugfahren ist ja, dass alle was trinken und Video gucken können. Und weil der Autozug ziemlich lange von Hamburg bis nach München unterwegs ist (ca. 8 h), bleibt sehr viel Zeit zum Video gucken und trinken. Da kommt ganz schnell Klassenfahrtatmosphäre auf. Nur an eins sollte man dabei denken: Irgendwann kommt man in München an und dann muss das Auto runter vom Autozug. Wenn alles nach Plan läuft, ist das gegen 7 Uhr Morgens der Fall. Ausschlafen ist also definitiv nicht. Zu unserem Glück hat wenigstens einer (Namen werden nicht genannt) daran gedacht und für sich persönlich rechtzeitig die "Reißleine" in Sachen Videos, Labern und Trinken gezogen. Deshalb und weil es lebenserhaltenen Kaffee schon Morgens im Zug gibt, war die ordnungsgemäße Abfahrt des Autos vom Zug in München gewährleistet. 

 

 

Nicht ganz so unproblematisch gestaltete sich aber die "Fahrt in einem Rutsch und ohne Zwischenhalt zum Reschensee". Den ersten außerplanmäßigen Halt gab´s schon in München: Fast-Food-Restaurant mit einer Kaffee-Flatrate zum Frühstück. Aber wo viel Kaffee reingeht, muss auch viel Kaffee wieder raus. Es folgten also einige Zwischenhalte mehr. Und die "herrliche Winterlandschaft der Alpen" lässt sich hinter dunklen Sonnenbrillengläsern auch nur sehr eingeschränkt genießen.

 

Aber jetzt sind wir da... und können mit dem Aufbau loslegen. Vorher machen wir aber erst einmal alle Mittagsschlaf. 

 

PS: Wir freuen und jetzt schon auf die Rückreise mit dem Autozug ;o)

Hier ein Video dazu.